Mai 2005 

Sechs Fahrzeuge ineinander verkeilt

Ein folgenschwerer Verkehrsunfall hat sich am 23. Mai 2005 im Montag-Frühverkehr auf der Südautobahn zwischen den Abfahrten Mödling und Wiener Neudorf ereignet. Im Stau vor der Ausfahrt Wiener Neudorf/Industriezentrum Süd fuhr ein Lkw auf die in Richtung Graz zum Stillstand kommende Kolonne auf. Die verheerenden Folgen: insgesamt sechs Fahrzeuge – vier Lkws und zwei Pkws - verkeilten sich ineinander.

Ein Mercedes-Pkw wurde zur Seite geschleudert. Das zweite Fahrzeug, ein VW Golf, schob der auffahrende Lkw mit unvorstellbarer Wucht zur Gänze unter einen Sattelaufleger.

Die 50jährige Lenkerin hatte keine Überlebenschance, sie war auf der Stelle tot. Besonders tragisch: Bei der Frau handelt es sich um die Tochter des legendären Mödlinger Feuerwehrkommandanten Rudolf Andre.

Um 8.44 Uhr langte der Notruf in der Feuerwehr-Bezirksalarmzentrale Mödling ein, die Feuerwehr Wiener Neudorf wurde zum Einsatz alarmiert. Den eintreffenden Fahrzeugen bot sich ein Bild der Verwüstung. Die Feuerwehr Mödling wurde mit dem Kran, Kranbegleit- und Rüstlöschfahrzeug zur Unterstützung angefordert. Der Lenker des Mercedes und zwei Lkw-Lenker mussten mit hydraulischen Rettungsgeräten aus den zertrümmerten Fahrzeugen befreit werden. Die Bergung des regelrecht zermalmten Pkws war nur mit Hilfe des Krans möglich. Zunächst musste der aufgefahrene Lkw mit der Kranseilwinde nach hinten weggezogen werden. Erst danach war es in einem zweiten Schritt möglich, den Sattelaufleger mit dem Kran anzuheben und den Pkw mit Hilfe der Seilwinde eines Rüstlöschfahrzeuges herauszuziehen und die getötete Lenkerin zu bergen.

Die weiteren Bergungs- und Aufräumungsarbeiten nahmen mehrere Stunden in Anspruch. Größere Mengen ausgeflossenen Treibstoffs waren zu binden. In den Unfall verwickelt war auch ein mit Säure beladener Gefahrguttransporter, es kam jedoch zu keinem Schadstoffaustritt.

Gottfried Bauer/Pressestelle BFK Mödling

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