Apr 2024 

Abschnitt Mödling-Wienerwald

Feuerwehr und Polizei bei der Brandursachenermittlung

 

Zu diesem Thema wurde am 9. April 2024 ein Vortrag im Feuerwehrhaus Gießhübl veranstaltet. Knapp 60 Mitglieder der umliegenden Feuerwehren lauschten Erich Rosenbaum, dem Leiter der Abteilung für Brand-, Sprengstoff- und Explosionsdelikte des Landeskriminalamts Niederösterreich, wie er über seine tägliche Arbeit als Brandursachenermittler erzählte.

 

Neben spannenden Geschichten von nicht alltäglichen Einsätzen ging Rosenbaum auch detailliert auf die Schnittstellen zwischen Feuerwehr und Polizei an der Einsatzstelle ein. "Geständnisse zählen heutzutage fast nichts mehr, die Beweise klären die Tat", erläuterte Rosenbaum seine Arbeit. Darum sei die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr essenziell für die Aufklärung von Brandursachen. Im Zuge der Rettungs- und Löschmaßnahmen werde der mögliche Tatort unweigerlich verändert, so der Ermittler. Fenster würden für Belüftungsmaßnahmen geöffnet, Wandverkleidungen abgerissen oder Möbel verschoben. Für den Erfolg der Ermittlungen bittet die Polizei um möglichst genaue Informationen über getroffene Maßnahmen der Feuerwehr. Auch Wahrnehmungen des Einsatzleiters und der Atemschutztrupps sind wichtig.

Doch die wohl beste Dokumentation sind Fotos, die durch digitale Zeitstempel auch Aufschluss über den Ablauf des Einsatzes und den Brandverlauf geben können. "Wenn ihr als Feuerwehr Fotos oder Videos vom Einsatzort habt, stellt sie bitte den ermittelnden Beamten zur Verfügung", appellierte Rosenbaum.

Nach drei kurzweiligen Stunden machten sich die Teilnehmer mit umfangreichem, neuem Wissen, das die sie bei den nächsten Brandeinsätzen bestimmt anwenden werden, auf den Heimweg.

 

Wichtige Informationen, die den anwesenden Polizei-Beamten unbedingt gemeldet werden sollen:

  • Zustände von Türen, Fenstern, Elektrosicherungen
  • Brandverlauf, -intensität, Rauch und Flammen in Ausmaß, Farbe und Zeitverlauf beschreiben
  • Maßnahmen, wie die Öffnung von Wandverkleidungen
  • auffällige Gerüche (z.B. Benzin in einem Wohnraum)
  • Verletzungen, die einer Leiche im Zuge der Bergung zugefügt wurden

 

Bildautor: Pressestelle BFK Mödling / Steiner, FF Gießhübl / Weber

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