Nov 2023 

Wiener Neudorf

Aus bisher unbekannter Ursache stürzte Montagnachmittag ein junger Mann bei Wartungsarbeiten in einen über fünf Meter tiefen Schacht neben der Südautobahn. Der Jugendliche verletzte sich dabei schwer, konnte aber in einer aufwendigen Rettungsaktion von Rotem Kreuz, einem Notarztteam der ÖAMTC-Flugrettung und der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neudorf aus dem Schacht befreit werden.

Am 13.11.2023 wurde die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf kurz nach 15:00 Uhr mittels Sirenenalarm zu einer technischen Menschenrettung zur A2-Autobahnanschlussstelle Industriezentrum Niederösterreich Süd alarmiert. Dabei handelte es sich aber um keinen Einsatz nach einem Verkehrsunfall, sondern um eine abgestürzte Person in einem Schacht.

Einsatzleiter und Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Martin Billensteiner beschreibt die Situation zu Beginn des Einsatzes: „Bei unserer Ankunft erfolgte bereits die Landung des ÖAMTC-Notarzthubschraubers an der Einsatzstelle, auch ein Team des Roten Kreuzes befand sich zu diesem Zeitpunkt schon dort. Daher konnte rasch eine gemeinsame Erstversorgung des Patienten im Schacht stattfinden. Um mögliche weitere Gefahren in der Tiefe auszuschließen, führte die Feuerwehr neben ihrer persönlichen Schutzausrüstung auch ein Mehrgasmessgerät mit.“

Um für den weiteren Einsatzverlauf einen gesicherten Auf- und Abstieg und raschen Gerätetransport in die Tiefe zu ermöglichen, baute die Feuerwehr ein Dreibein als Anschlagpunkt über der Absturzstelle auf. Aufgrund der Schwere der Verletzungen konnte die Rettung aber nicht über diesen schmalen Zugang erfolgen. Aus diesem Grund mussten drei schwere Platten einer Revisionsöffnung mit dem Ladekran des Rüstfahrzeuges angehoben werden – eine äußerst aufwendige und zeitintensive Arbeit, die durch die umfangreiche Ausrüstung der Feuerwehr Wiener Neudorf und die Unterstützung der ASFINAG bewältigt werden konnte.

Parallel dazu wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, um die verletzte Person mit Hilfe eines Flaschenzuges aus dem Schacht zu heben. Trotz der aufwendigen Arbeiten gelang es den Einsatzkräften die Person innerhalb einer Stunde nach Ankunft an der Einsatzstelle zu retten und zur weiteren Behandlung in einer Wiener Krankenhaus zu fliegen. Die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf stand bei diesem nicht alltäglichen Einsatz mit fünf Fahrzeugen und 20 Mitgliedern im Einsatz.

Bildautor: Freiwillige Feuerwehr Wiener Neudorf

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