Sept 2010 

Waldbrand am Anninger - Flugdienstübung

Durch die lange anhaltende Trockenperiode entstand aus unbekannter Ursache am westlichen Hang des Anninger im Bereich rund um den Steinbruch Gumpoldskirchen ein Waldbrand.

Ein Wanderer entdeckte den Brand und meldete diesen mittels Handy über Notruf bei der Bezirksalarmzentrale Mödling. Von dieser wurden die Freiwilligen Feuerwehren Gumpoldskirchen, Guntramsdorf, Wr. Neudorf, die Betriebsfeuerwehr Du Pont sowie der Versorgungsdienst der 14. KHD-Bereitschaft alarmiert.

Im Zuge der Erkundung stellte der örtlich zuständige Einsatzleiter BR Ing. Richard Feischl fest, dass die Forstwege durch den dichten Bewuchs mit Einsatzfahrzeugen nicht befahrbar wareb und daher ein direktes Vordringen zum Waldbrand nicht möglich war.

Aufgrund dieses Lagebildes forderte er den NÖ Feuerwehrflugdienst (Basisgruppe Nord, Süd und Mitte), das Österreichische Bundesheer (1 Black-Hawk Hubschrauber, 2 Transporthubschrauber, 3 Pilatus Porter Flugzeuge mit Wassertank) und das Bundesministerium für Inneres (1 Hubschrauber mit Flightoperator) zur Erkundung und Brandbekämpfung aus der Luft an.

Nach einer Lagebesprechung im Schnelleinsatzzelt der Feuerwehr Gumpoldskirchen wurden die zwei Absprungplätze bezogen. Der Black-Hawk nahm die Feuerwehrmannschaft auf und die beiden Transporthubschrauber des Bundesheeres die benötigten Geräte für den Waldbrand.

Während der Transportflüge wurden durch die Feuerwehren die beiden Wasserbehälter mit 3.000 und 400 Liter in Stellung gebracht. Diese wurden abwechselnd von den Hubschraubern zur Brandbekämpfung aufgenommen und das Löschwasser über der Einsatzstelle am Anninger abgeworfen.

Im Steinbruch selbst hatte die abgesetzte Mannschaft einen Löschwasser-Faltbehälter aufgebaut, der regelmäßig von den Transporthubschraubern mit Wasser gefüllt wurde. Dadurch konnte der Waldbrand direkt mit 2 C-Rohren bekämpft werden. Im Zuge dessen wurde im Steinbruch ein abgestürzter Wanderer entdeckt.

Nach Rücksprache mit der Einsatzleitung wurde entschieden, dass die verletzte Person mittels Hubschrauber gerettet werden soll. Dazu wurde ein Transporthubschrauber mit einer Winde ausgerüstet und begab sich anschließend zur Menschenrettung in das Unfallgebiet.

Trotz schwieriger Bedingungen konnte in perfekter Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Bundesheer der abgestürzte Wanderer aus seiner mißlichen Lage gerettet werden.

Zur Unterstützung der Waldbrandbekämpfung in der Luft wurden drei Pilatus Porter Flugzeuge vom Stützpunkt Bad Vöslau zum Einsatz hinzugezogen. Insgesamt waren somit 6 Luftdienstfahrzeuge gleichzeitig im Löscheinsatz.

Bezirksfeuerwehrkommandant LFR Franz Koternezt überzeugte sich persönlich vor Ort über die gute Zusammenarbeit aller Organisationen und bedankte sich bei allen Freiwilligen Feuerwehren über deren geleistete Arbeit.

Insgesamt waren über 150 Personen von Feuerwehr, Bundesheer, Polizei und Rettung bei der Übung anwesend.

Bildautor: Martin Hofbauer & Herbert Wimmer/BFK-Mödling

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