Sept 2022 

Maria Enzersdorf

 

 

Bewohner bemerkten eine starke Rauchentwicklung aus einem Keller eines Einfamilienhauses in Maria Enzersdorf und alarmierten die Feuerwehr. Bereits nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass der Rauch nicht auf einen Kellerbrand zurückzuführen war, sondern dass es sich um Wasserdampf handelte. Alle Bewohner konnten den Gefahrenbereich noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte verlassen und blieben unverletzt.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden mit dem Alarmstichwort „Kellerbrand“ alarmiert, bemerkten jedoch beim Eintreffen einen beißenden Geruch. Außerdem war der Rauch, der aus dem Keller drang, nicht schwarz, wie es bei Bränden normalerweise der Fall ist, sondern weiß. Die Bewohner meldeten, dass ihre Katze noch im Haus sein dürfte. Unter Atemschutz machte sich der erste Trupp mit einer Löschleitung zur Erkundung auf den Weg in den Keller. Nachdem dort kein Brand feststellbar war, begannen sie mit der Suche nach der abgängigen Katze. Plötzlich schlug das Mehrgasmessgerät Alarm und zeigte eine erhöhte Konzentration an Chlor (2,2 ppm). Daraufhin wurde der Schadstoffberatungsdienst angefordert. Am Rückweg stellte der Atemschutztrupp einen Entstehungsbrand im Heizraum fest, konnte diesen aber rasch bekämpfen. Im Heizraum wurden zwei Kübel mit Chlorgranulat für Swimmingpools gefunden und ins Freie gebracht. Aufgrund eines Defekts der Heizung dürfte Wasserdampf ausgetreten sein, der mit dem Granulat reagierte und den Chlorgeruch freisetzte. Die chemische Reaktion könnte auch zur Erwärmung des Kübels und der anschließenden Entzündung geführt haben.

Mittels Druckbelüfter wurde in der Zwischenzeit versucht, den Rauch aus dem Keller zu bekommen und der Sicherheitsradius um das betroffene Haus wurde erweitert.

Der bereits eingetroffene Schadstoffberatungsdienst nahm nach der Lageerkundung erste Messungen vor und konnte im Haus eine leichte Chlorkonzentration zwischen 0,0 und  0,5 ppm nachweisen. Die Kübel mit dem Chlorgranulat wurden unter Atemschutz und mit Chemieschutzhandschuhen in den Pool im Garten verbracht, wo sie nun mindestens drei Tage belassen werden sollen, um das Chlor so gut wie möglich zu verdünnen. Das Löschwasser im Keller wurde ebenfalls auf Chlorgehalt kontrolliert, jedoch ergab die Messung 0,0 ppm, weshalb das Wasser mittels Nass-Trocken-Sauger aus dem Keller gepumpt werden konnte.

Die betroffene Familie kommt für die Nacht bei Bekannten unter.

Bildautor: Pressestelle BFK Mödling / Florian Steiner

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