Sept 2011 

Feuerwehr unterstützte internationale Rot Kreuz-Übung

Das österreichische Rote Kreuz übte gemeinsam mit Delegationen aus Neuseeland, Schweden, Deutschland, Kroatien und Slowenien den für Österreicher schlimmsten Katastrophenfall: Kein Trinkwasser!

Die Feuerwehren Achau, Gaaden, Guntramsdorf und Wiener Neudorf wurden unter der Führung von Verbindungsoffizier VI DI(FH) Werner Hauser (FF Mödling) zur Verteilung des Wassers in einer Simulation eingesetzt. Die Koordination der Einsatzkräfte wurde im Katastrophenzentrum des Roten Kreuzes in Mödling über den Verbindungsoffizier gemeinsam mit der Bezirksalarmzentrale durchgeführt.

Für die Feuerwehren des Bezirkes Mödling ist es keine übliche Aufgabe, Wasser für Haushalte zu transportieren. Schließlich ist man es doch gewöhnt einfach den Wasserhahn aufzudrehen und Wasser daraus zu verwenden. Doch wie schnell es im wasserreichen Österreich zu einer Wasserknappheit kommen kann, zeigten jüngste Ereignisse in Salzburg. Die Wasseraufbereitung in einem solchen Katasprophenfall kann das Rote Kreuz übernehmen.

Der Transport obliegt hierbei auch der Feuerwehr. Und dafür sind die im Bezirk vorhandenen Tanklöschfahrzeuge geradezu prädestiniert. „Unsere Anlagen können zwischen 3,5 und zehn Kubikmeter Reinwasser pro Stunde erzeugen“, so einer der Koordinatoren des Roten Kreuzes. Ein durchschnittliches Tanklöschfahrzeug hat eine Kapazität von einem bis zwei Kubikmeter. Damit das Reinwasser – wie das vom Roten Kreuz erzeugte Trinkwasser nach österreichischen Vorgaben beim Roten Kreuz genannt wird – auch keimfrei Transportiert werden kann, werden die Wassertanks der Tanklöschfahrzeuge mit Chlor gereinigt und desinfiziert.

„Feuerwehrfahrzeuge sind uns am liebsten. Da können wir zumindest in Österreich davon ausgehen, dass nur Wasser vorher drinnen war. Wir werden im Einsatzfall auch schon mal mit anderen Tankfahrzeugen konfrontiert. Wenn es nach Benzin stinkt, müssen wir den Transporter ablehnen. Die darin vorhandenen Schwermetalle schaffen wir auch nicht mit einer kräftigen Dosis Chlor.“

„Die Herausforderung für unsere Feuerwehren ist nicht der Transport des Wassers. Das können wir. Der Hintergrund der Übung ist, den gesamten Ablauf, von der Desinfektion bis zum tatsächlichen Betanken kennen zu lernen. Auch für die Kolleginnen und Kollegen vom Roten Kreuz ist es hilfreich zu sehen, mit welchen Gerätschaften wir im Ernstfall anrücken“, bestätigt Bezirksfeuerwehrkommandant LFR Ing. Richard Feischl die Wichtigkeit einer solchen Übung mit den internationalen Spezialisten des Roten Kreuzes. Feischl ergänzt: "Ohne die vorherige Behandlung der Tanks durch das Rote Kreuz dürfen wir nur Nutzwasser transportieren."

Bildautor: Richard Berger

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