Okt 2019 

FF Mödling Stadt

Feuerwehr Mödling rüstet als eine der ersten Feuerwehren Österreichs ihren Fuhrpark mit Abbiegeassistenten aus


Einsätze sind für unsere Mitglieder eine Stresssituation. Trotz guter Ausbildung, Übungen und gesammelter Erfahrungen gibt es für uns oft Situationen, die uns besonders herausfordern. Die erste wichtige Aufgabe ist es für den Einsatzkraftfahrer die Mannschaft sicher an den Einsatzort zu bringen und dabei auch niemand anderen zu gefährden.

Das Lenken von Einsatzfahrzeugen mit einem Gewicht jenseits der 10 Tonnen, unübersichtlichen Verkehrssituationen und unerwarteten Reaktionen der anderen Straßenteilnehmer bei Blaulichtfahrten erfordert besondere Konzentration der Kraftfahrer.

Jeder Kraftfahrer weiß aus eigener Erfahrung, dass das Rechts-Abbiegen einen Schulterblick vorsieht, um niemanden im sogenannten "Toten Winkel" zu übersehen. Beim Lenken eines LKWs ist dies nur mit zusätzlichen Außenspiegeln an der rechten Fahrzeugseite möglich. In ungünstigen Situationen kann es aber trotz Blick in diesen zusätzlichen Spiegel vorkommen, dass Dinge und Personen unerkannt bleiben.

Zur Abhilfe dieses Problems gibt es nun eine technische Lösung. Der sogenannte Abbiegeassistent ist eine Kamera, die diesen toten Winkel überwacht. Ein kleiner Fernseher zeigt das Kamerabild der rechten Fahrzeugseite und markiert den Bereich rot, wenn ein Objekt bzw. eine Person erkannt wird. Zusätzlich wird ein akustisches Signal zur Warnung abgegeben. Die Erfahrungen bei anderen Unternehmen sind überaus positiv.

Tank 6 als Vorreiter

Als erstes Fahrzeug wurde nun Tank 6 durch den Fahrzeughersteller MAN mit dem Abbiegeassistent ausgestattet.

Das Vorhaben ist ehrgeizig. Wir wollen all unsere LKWs mit dieser technischen Sicherheitseinrichtung ausrüsten. Die Umrüstungskosten trägt zur Gänze die Feuewehr Mödling selbst.

Ab 2022 sind Abbiegeassistenten für neu zugelassene Fahrzeuge Pflicht.

Bildautor: FF Mödling Stadt

 

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