Jul 2008 

Einsturzgefahr des Objektes erschwerte die Löscharbeiten

UPDATE 15. Juni um 8:20 Uhr:

Polizei hat Ermittlung beendet. Mehr dazu auf ORF-Online

Die Freiwillige Feuerwehr Mödling konnte nach über 47 Stunden Dauereinsatz also fast 2 Tagen, gegen 17:00 Uhr wieder in das Feuerwehrhaus einrücken. Beim am Vortag bemerkten Gasgeruch konnte zum Glück Entwarnung gegeben werden.

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UPDATE 14. Juni um 10:15 Uhr:

Die Brandwache der Feuerwehr Mödling steht nach wie vor beim Brandobjekt im Einsatz, da immer wieder Glutnester am Objekt entdeckt werden. Mit einem HD-Rohr bzw. mit dem Wasserwerfer des Tank 1 Mödling wird seit über 41 Stunden die Brandbekämpfung getätigt.

Um 7.00 Uhr traf bereits die vierte Ablösemannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Mödling ein. Auftretender Gasgeruch bei der Lackiererei sorgte um 8.26 Uhr wieder für Aufregung. Unverzüglich wurde das Gaswerk verständigt. Die Ermittlungen laufen gerade.

Aktuell ist von der Polizei ein Team der Brandursachenermittlung im Einsatz. Da jedoch das Objekt stark einsturzgefährdet ist, muss erneut ein Bagger die gefährdeten Teile gezielt zum Einsturz bringen.

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UPDATE 13. Juli um 13:00 Uhr:

Gegen 12:00 Uhr konnte Einsatzleiter Brandrat Gerald Stöhr endlich Brand aus geben. Nach den ca. 30 minütigen Aufräumungsarbeiten konnten alle Einsatzkräfte wieder in deren Feuerwehrhäuser einrücken.

Eine Brandwache der Feuerwehr Mödling bleibt jedoch bis 17.00 Uhr beim Brandobjekt um etwaige Glutnester sofort ablöschen zu können.

UPDATE 13. Juli um 11:15 Uhr:

Die gesamte Nacht über standen die Kräfte im Einsatz. Seit nun mehr als 11 Stunden Dauereinsatz trafen um 5:15 Uhr Ablösemannschaften ein. Weiters wurde der Versorgungszug, der bei der FF-Perchtoldsdorf stationiert ist, von der 14. KHD-Bereitschaft für die Verpflegung alarmiert.

Für weitere Nachlöscharbeiten wurde um 9:08 Uhr die Freiwillige Feuerwehr Guntramsdorf zum Brandeinsatz nach Mödling gerufen.

Zur Zeit wird über den Kran des SRF Wr. Neudorf das Dach der Lackiererei entfernt um die Brandbekämpfung fortzuführen. Über den Steig Vösendorf wird zeitgleich das Dach gekühlt.

Nach bereits 17 Stunden Löscharbeiten konnte jedoch noch immer nicht Brand aus gegeben werden. Insgesamt standen bisher 114 Mann mit 33 Fahrzeugen im Einsatz.

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In den Abendstunden des 12. Juli 2008 brach ein Großbrand in einer Spritzlackierungsfirma in der Friedrich Schiller-Straße im Stadtgebiet von Mödling aus. Um 17:55 Uhr kam über den Notruf 122 die erste Meldung des Brandes. Um 17:56 Uhr wurde über die Bezirksalarmzentrale Mödling die Freiwillige Feuerwehr Mödling zum Brandeinsatz alarmiert.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuerwehr Mödling war eine sehr starke Rauchentwicklung festzustellen. Nach Erkundung des ersten Atemschutztrupps wurden auf Grund der Dimension des Brandes die Feuerwehren Wiener Neudorf, Brunn am Gebirge, Maria Enzersdorf und Vösendorf nachalarmiert.

Im Inneren des Gebäudes wurden 300 Liter Lösungsmittel vorgefunden. Der dadurch erhöhten Brand- und Explosionsgefahr wurden diese mit Wasser gekühlt. Zahlreiche Behälter mit Lack- und Lösungsmitteln wurden händisch durch die Atemschutzträger ins Freie gebracht.

Dabei erlitt ein Feuerwehrmann Schnittverletzungen an der Hand. Durch das anwesende Rote Kreuz wurde der verletzte Feuerwehrmann sofort versorgt.

Aufgrund der ernormen Flammen breitete sich der Brand auf ein direkt angrenzendes Fitness Studio aus. Die massive Dacheindeckung aus Blech und Dellwollenisolierung machte den Einsatz von Motortrennsägen und Trennschleifern über die Teleskopmastfahrzeuge notwendig.

Da akute Einsturzgefahr bestand, musste der Innenangriff für die Atemschutzträger sofort eingestellt werden und alle Einsatzkräfte mussten das Firmeninnere verlassen.

Über vier Höhenrettungsfahrzeuge wurde ein großflächiger Außenangriff durchgeführt.

Plötzlich eintretendes Unwetter mit Hagel, Wind, starkem Regen und Blitzeinschlägen unterbrachen immer wieder die Tätigkeiten der Höhenrettungsfahrzeuge und stellten eine große Gefahr für die eingesetzten Feuerwehrmänner dar.

Die akute Gefahr des Brandübergriffes auf die umliegenden Firmen konnte unter Vornahme von vier Strahlrohren gebannt werden. Durch den Einsatz von vier Wasserwerfern sowie über die Wendestrahlrohre der Höhenrettungsfahrzeuge wurde stundenlang der Großbrand bekämpft.

Da die Einsatzstelle unmittelbar neben den Schienen der Südbahn lag, war die Positionierung und Zufahrt der Einsatzfahrzeuge sehr schwierig. Anfängliche Wasserversorgungsprobleme konnten durch das nachalarmierte Wasserwerk Mödling behoben werden. Durch das E-Werk wurde die Stromzufuhr zum Gebäude unterbrochen und der Einsatztrupp der Gaswerke kontrollierte die vorhandenen Gasabsperrungen.

Da das Firmengebäude stark einsturzgefährdet war und so kein Innenangriff mehr vorgenommen werden konnte, wurde der Einsatz eines Privatbaggers erforderlich. Der Bagger entfernte das Dach der Firma um die Flammen besser bekämpfen zu können.

Insgesamt standen 107 Feuerwehrmänner mit 30 Fahrzeugen unter der Leitung von Branddirektor Gerald Stöhr seit rund 18:00 Uhr ununterbrochen im Einsatz.

Bezirksfeuerwehrkommandant LFR Franz Koternetz machte sich persönlich ein Bild des Einsatzes und unterstützte die Gesamteinsatzleitung. Außerdem koordinierte er die Informationen zwischen der Bezirkshauptmannschaft und der Feuerwehren.

Die Dauer des Großbrandes ist momentan nicht abschätzbar, wird aber vermutlich noch bis in die Mittagsstunden des 13. Juli andauern.

Die Bezirksalarmzentrale Mödling war für die Dauer des Einsatzes mit zwei Mann für die Koordinierung der Einsätze besetzt. Diese Maßnahme zeigte ihre Wirkung. So mussten die Feuerwehren Guntramsdorf und Perchtoldsdorf im Stadtgebiet Mödling Assistenzeinsätze leisten.

Bildautor: Florian Schützenhofer + Herbert Wimmer/BFK-Mödling

 

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