Jul 2017 

450.000 Liter Wasser zur Kühlung

Am 1. Juli 2017 um 07.00 Uhr kam es in Gumpoldskirchen zu einem Brand in einem Industriebetrieb. Auf einer Lagerfläche am Freigelände waren mehrere Acetylengasflaschen in Brand geraten. Weitere Flaschen in unmittelbarer Umgebung wurden von der Feuerwehr mit Wasser gekühlt.

Die örtlich zuständige Feuerwehr Gumpoldskirchen wurde von den Feuerwehren Guntramsdorf und Mödling unterstützt. Es galt die Wasserversorgung an der Einsatzstelle über mehrere Zubringleitungen sicherzustellen, da die Einsatzstelle von mehreren Seiten und zusätzlich über einen Hubsteiger mit Wasser beaufschlagt wurde. Dadurch konnte verhindert werden, dass weitere Flaschenbündel in der Nähe des Brandes aufgeheizt werden. Die brennenden, beschädigten Flaschen selbst ließ man kontrolliert ausbrennen. In der ersten „heißen“ Phase wurden mehr als 8.000 Liter Wasser pro Minute zum Kühlen aufgebracht.

Alle Arbeiten der Feuerwehr wurden mit einer anwesenden Sicherheitsfachkraft des Betriebes koordiniert – regelmäßige Übungen am Firmenareal in der Vergangenheit bildeten dabei die Grundlage für reibungslose Zusammenarbeit im Ernstfall.

Nachdem nach rund zwei Stunden "Brand aus" gemeldet werden konnte, waren die Feuerwehren noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Weitere Flaschen wurden in eine Mulde mit Wasser gelegt, dort werden sie für 24 Stunden von der Betriebsbrandschutzgruppe unter Beobachtung gekühlt. Dabei wird regelmäßig die Temperatur der Flaschen kontrolliert, um feststellen zu können, ob ein Zersetzungsprozess des Gases im Inneren der Flaschen stattfindet.

Die Feuerwehren Gumpoldskirchen, Guntramsdorf und Mödling waren mit 46 Mitgliedern und 10 Fahrzeugen im Einsatz.

Insgesamt wurden rund 450.000 Liter Wasser aufgebracht; im Einsatz waren unter anderem vier Wasserwerfer, zwei C-Rohre, ein Hydroschild und drei Tragkraftspritzen.

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Acetylen ist ein brennbares, farbloses Gas - komprimiert neigt es zur Selbstzersetzung und wird daher in speziellen Flaschen, welche mit einer porösen Masse befüllt sind, unter Druck in Aceton oder anderen Lösungsmitteln gelöst transportiert. Ist der Prozess der Selbstzersetzung einmal in Gang gesetzt, besteht durch Wärmeentwicklung und Druckanstieg die Gefahr des Berstens der Flasche. (Quelle: Österreichischer Bundesfeuerwehrverband)

 

 

 

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