Feb 2015 

Feuerwehr Mödling mit drei Atemschutztrupps im Einsatz

Am 11. Februar 2015, kurz nach 16 Uhr, erhielt ein Mitarbeiter eines Gartenbaubetriebes in Mödling eine Meldung der betrieblichen Alarmanlage auf sein Mobiltelefon. Er begab sich unverzüglich zum betroffenen Wirtschaftsgebäude des Ökogartens. Dort angekommen erkannte er sofort den unerwarteten Auslösegrund der Alarmanlage. Türen bzw. Fenster des Gebäudes, in Holzbauweise, waren geborsten und dichter Brandrauch drang aus. Zu diesem Zeitpunkt war bereits bekannt, dass sich keine Personen mehr darin befinden. Sofort verständigte der Mitarbeiter, über den Notruf 122, die Bezirksalarmzentrale Mödling, woraufhin der diensthabende Disponent Gesamtalarm für die Freiwillige Feuerwehr Mödling auslöst.

Wenige Minuten später trafen die ersten Tanklöschfahrzeuge an der Einsatzadresse ein. Nach der raschen Erkundung durch den Einsatzleiter, stand schon ein Trupp mit Umluft unabhängigen Atemschutzgeräten bereit, um mit den Löscharbeiten zu beginnen. Unter Vornahme einer C-Löschleitung und einer Wärmebildkamera begab sich der Trupp in das Gebäude. Inzwischen waren zwei weitere Atemschutztrupps, zwecks Sicherung und Ablöse, am Gelände. Auch eine zweite Löschleitung wurde aufgebaut und die Wasserversorgung der Tanklöschfahrzeuge sichergestellt.

Es folgte die Anordnung des Einsatzleiters, zwischenzeitlich eine Zugangsmöglichkeit auf das Dach zu schaffen. Dafür wurden Leiterteile in Stellung gebracht und im Anschluss die Dachkonstruktion kontrolliert.

Die Löscharbeiten im Innenangriff wurden fortgesetzt und Brandgut aus den Räumlichkeiten befördert. Durch die zielführende Vorgehensweise konnte der Brand schnell unter Kontrolle gebracht werden. Der ablösende Atemschutztrupp konzentrierte sich auf die weiteren Räume des etwa 120m² großen Holzgebäudes und führte Löschmaßnahmen in der Küche, in den Nassräumen und in den Büros durch.

Die Holzbauweise machte es erforderlich, die Decke von innen zu öffnen, um eventuelle Glutnester ablöschen zu können. Unter ständiger Kontrolle, mittels mehrerer Wärmebildkameras, wurden gezielte Öffnungen der Grobspanplatten an der Decke durchgeführt und vorhandene Brandnester abgelöscht.

Ein Sondergerät, die Löschlanze, wurde bereitgestellt, kam allerdings nicht zum Einsatz. Löschlanzen ermöglichen es, Brände in schwer zugänglichen Stellen zu erreichen. Darunter fallen Brände in Hohlräumen mit engen Spalten (z.B.: Zwischendecken, Versorgungsschächte).

In Folge der langwierigen Nachlöscharbeiten konnten die Tätigkeiten an der Einsatzstelle, nach rund zwei Stunden, beendet werden. Nach den Aufräumarbeiten konnten die 27 freiwilligen Kräfte der Feuerwehr Mödling, mit deren fünf Fahrzeugen, wieder ins Feuerwehrhaus einrücken, um mit der Versorgung der eingesetzten Gerätschaft beginnen zu können.

Bildautor: Florian Zeilinger/Pressestelle BFK Mödling

 

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