Feb 2014 

NÖ LFV stellt Großstromerzeuger - Feuerwehr Brunn im Auslandseinsatz

UPDATE 2014-02-07 um 11:00 Uhr

Am gestrigen Tag setzte durch leichte Plusgrade Tauwetter ein. Dadurch drohen Eiszapfen von Dächer zu fallen und abermals Bäume durch den schweren Schnee umzustürzen.

Aus Sicherheitsgründe erfolgte gestern um 15 Uhr die Abschaltung des Stromanhängers um sämtliche Flüssigkeitsstände zu kontrollieren. Nur 10 Minuten später waren alle Arbeiten abgeschlossen und der Strom floss wieder. Das Stromaggregat selbst, benötigt in 24 Stunden rund 250 l Diesel.

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UPDATE 2014-02-06 um 08:30 Uhr

Die Befürchtungen haben sich bewahrheitet! Die Brunner Einsatzkräfte mussten den Stromanhänger händisch nachtanken. Von der mobilen Tankstation des Rüstfahrzeuges wurden die Kanister befüllt und diese wieder mit dem Tankwagen. Mühsam, aber die einzige Möglichkeit.

Um 18:00 Uhr traf die Ablöse am Bauernhof ein. Nach einer herzlichen Verabschiedung gehen erste erfolgreiche Tage in Slowenien zu Ende.

Verabschiedung von Vater Simon, Mutter Natasa, Sohn Luka und Hund Ziza

Foto NÖ LFV

Foto NÖ LFV

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UPDATE 2014-02-05 um 10:00 Uhr

Soeben traf auf der Raststation Gralla die erste Ablöse für die eingesetzten Mitglieder ein. Jetzt geht es mit einem Bus ins Krisengebiet. Die nächsten drei Tage werden HFM Martin Flöck und OFM Christopher Simander in Slowenien im Einsatz sein.

In den ersten Tage produzierte der Stromanhänger Brunn am Gebirge insgesamt 1.565 kWh und rettete so 40 Kühen das Leben und die Existenz des Bauern.

VM Falli berichtet: "Nachdem wir die Stromversorgung sichergestellt haben, wurden gleich alle Kühe gemolken. Der Bauer meinte, dass es Rettung in letzter Sekunde war, weil es einige Kühne die Nacht über nicht geschafft hätten".

Durch den gefallenen Neuschnee wird die Zufahrt zum Stromanhänger für das Nachtanken erschwert. Es ist zur Zeit noch unklar, ob der Tankwagen bis zum Anhänger fahren kann.

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UPDATE 2014-02-04 um 11:00 Uhr

Der Stromgenerator Brunn am Gebirge steht in der Gemeinde Mislinja, in der Katastralgemeinde Zavodnje im Einsatz. Dort wird ein Bergbauerndorf mit Strom versorgt, damit die Kühe gemolken werden können. Untergebracht sind OV Wolfgang Ströbl und VM Markus Falli ebenfalls dort. Die Verständigung ist zwar schwierig, wird aber mit Händen und Füßen geschafft.

Mitte des Bildes ist ein geknickter Strommasten zu sehen

Starkstromkabel liegen quer über Fahrzeuge

Stromkabel liegen auf der Straße

Stromversorgung für das Bergbauerndorf

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UPDATE 2014-02-04 um 10:00 Uhr

Dem Strom-Zug Süd wurde gemeinsam dem Zug Ost und dem LFV Salzburg der Bereich Celje zugeteilt. Durch das vorherrschende Glatteis ist auch eine erhebliche Beeinträchtigung des Verkehrs gegeben. Die Kommunikationsinfrastruktur (Telefon, Internet, etc.) ist zusammengebrochen bzw. nur sehr eingeschränkt verfügbar. Folgende Ablösetage wurden festgelegt:

Mittwoch, 5. Februar

Samstag, 8. Februar

Dienstag, 11. Februar

Freitag, 14. Februar

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UPDATE 2014-02-03 um 19:30 Uhr

Die Situation ist schlimmer als befürchtet! 120.000 Haushalte sind ohne Strom obwohl 78 Generatoren der slowenischen Behörden in Dauerbetrieb sind. Premierministerin von Slowenien, Alenka Bratusek, bittet den Einsatz der NÖ Bereitschaft auf etwa 14 Tage zu verlängern, damit alle betroffenen Gebiete mit Strom versorgt werden können. Dabei wird natürlich ein Personalwechsel durchgeführt. Ziel ist es, die Stromerzeuger in halb Slowenien so zu positionieren, dass der Bevölkerung geholfen werden kann.

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UPDATE 2014-02-03 um 16:00 Uhr

Gegen 14 Uhr traf die Bereitschaft am Sammelplatz in der 8.000 Einwohnergemeinde Logatec ein. Von hier erhalten die Züge ihre Aufgaben. Das Einsatzgebiet erstreckt sich auf einen Radius von rund 35 km wobei alles unter einer Eisschicht von ca. 8 cm liegt. Hochspannungleitungen knickten um, Bäume und Äste blockieren die Wege.

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UPDATE 2014-02-03 um 10:00 Uhr

Die beiden eingesetzten Kräfte der Feuerwehr Brunn am Gebirge stehen aktuell an der Grenze zu Slowenien, Übergang Sentilj/Spielfeld. Nachdem die Formalitäten geklärt sind, geht die Fahrt weiter.

Zuvor gab es um 9:00 Uhr auf der A9 bei Gralla (Steiermark) einen letzten Tankstopp. Die NÖ KHD-Bereitschaft wurde in Viertel aufgeteilt. Die Feuerwehr Brunn steht im Zug-Süd im Einsatz.

Um 6:00 Uhr war am Rastplatz Steinfeld bei der A2, Bezirk Neunkirchen Treffpunkt für die NÖ KHD-Bereitschaft ehe es um 6:45 Uhr los ging.

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Von großflächigen Stromausfällen in Süd-West-Slowenien, in der Region Notranjska, sind etwa 80.000 Personen betroffen. Zahlreiche Straßen sind unpassierbar, dennoch arbeiten die Zuständigkeiten an der Behebung der Stromnetzschäden.

Aufgrund der zerstörten Infrastruktur wird von den slowenischen Behörden um Unterstützung, durch die Bereitstellung von Großstromerzeugern ersucht.

In den Abendstunden des 2. Februar 2014 erfolgten im Feuerwehrhaus Brunn am Gebirge die Vorbereitungen für den bevorstehenden Auslandseinsatz der NÖ KHD-Bereitschaft.

Das dort stationierte 150kVA-Aggregat und das dazugehörige Unimog-Zugfahrzeug des NÖ LFV wurden für die lange Reise fit gemacht und die organisatorischen Grundlagen mit der Fahrzeugbesatzung abgesprochen.

Für die Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Brunn am Gebirge beginnt der Einsatz am 3. Februar 2014, um 5 Uhr Früh, mit der Anfahrt zum Treffpunkt im Bezirk Neunkirchen. Dort erfolgt der endgültige Marschbefehl für alle einberufenen Einsatzkräfte aus ganz Niederösterreich. Für eine Personalablöse in den kommenden Tagen, wird seitens der Feuerwehr Brunn ebenfalls gesorgt.

Bezirksfeuerwehrkommandant-Stellvertreter BR Christian Giwiser besuchte die Einsatzkräfte bei den Vorbereitungen und wünschte viel Erfolg für den harten Einsatz.

Text: Florian Zeilinger, Herbert Wimmer/Pressestelle BFK Mödling

Fotos: Florian Zeilinger/Pressestelle BFK Mödling, FF Brunn am Gebirge

 

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