Prüfer H 'Ausbildungsprüfung Atemschutz'
BM Christian Massatsch
FF Sulz

Prüfer H 'Ausbildungsprüfung Atemschutz'
BM Nikolaus Münker
FF Kaltenleutgeben

Prüfer H 'Ausbildungsprüfung Löscheinsatz'
HBI Ludwig Marx
FF Guntramsdorf

Prüfer H 'Ausbildungsprüfung Löscheinsatz'
LM Martin Stundner
FF Guntramsdorf

Prüfer H 'Ausbildungsprüfung Technischer Einsatz'
HBI Franz Jun. Sittner
FF Hinterbrühl

Die Ausbildungsprüfungen sind keine Bewerbe im eigentlichen Sinn, sondern dienen der Vertiefung und Festigung spezifischer Feuerwehrausbildungen. Das Ziel der Ausbildungsprüfung ist unter anderem eine Qualitätskontrolle des Ausbildungsstandes nach Abschluss der Grundausbildung und soll den einzelnen Feuerwehren die Überprüfung des Ausbildungserfolges ermöglichen. Es darum, dass die Teilnehmer eine exakte Leistung mit dem eigenen Fahrzeug und Gerät erbringen, um den Anforderungen im Einsatz entsprechen zu können.


Es wird besonders darauf hingewiesen, dass die Ausbildungsprüfungen keinen „Wettkampfcharakter” haben. Es erfolgt daher nach erfolgreicher Absolvierung die Verleihung eines entsprechenden Abzeichens, jedoch werden keine Ranglisten erstellt und Pokale o. ä. überreicht. Vor dem Antreten zur nächsthöheren Stufe ist jeweils eine Wartefrist von zwei Jahren einzuhalten.


Derzeit gibt es in Niederösterreich vier Ausbildungsprüfungen:
• Technischer Einsatz (seit 1996)
• Löscheinsatz (seit 2004/05)
• Atemschutz (seit 2012)
• Feuerwehrboote (seit 2012)

Im Bezirk Mödling gibt es derzeit Prüfungsteams für die drei oben erstgenannten Ausbildungsprüfungen.

Ausbildungsprüfung technischer Einsatz (APTE)

Die "Ausbildungsprüfung technischer Einsatz" dient zur Vertiefung und Erhaltung der Kenntnisse der Ausbildungsrichtlinie "Die Gruppe im technischen Feuerwehreinsatz", um ein geordnetes und damit zielführendes Zusammenarbeiten bei der technischen Hilfeleistung sicherzustellen. So geht es aus den Richtlinien des niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes hervor. In max. 160 Sekunden müssen eine Verkehrsabsicherung hergestellt, ein doppelter Brandschutz sowie eine ausreichende Beleuchtung aufgebaut und alle erforderlichen Geräte des hydraulischen Rettungssatzes hergerichtet werden.
Grundvoraussetzung dafür ist die Kenntnis der Gerätestandorte in den Fahrzeugen. Dies wird auch in Form von Kärtchen am Anfang der Prüfung abgefragt. Die Gruppe besteht aus insgesamt 10 Kameraden/innen. In der Stufe Bronze sind alle Funktionen (Gruppenkommandant, Maschinist 1 und 2, Melder, Rettungstruppführer, Rettungstruppmann, Sicherungstruppführer, Sicherungstruppmann, Gerätetruppführer, Gerätetruppmann) fix festgelegt, in der Stufe Silber werden alle Funktionen bis auf den Gruppenkommandanten und die Maschinisten ausgelost und in der Stufe Gold wird zusätzlich auch noch der Gruppenkommandant ausgelost. Außerdem sind ab Stufe Silber themenspezifische Fragen zu beantworten.

Ausbildungsprüfung Löscheinsatz (APLE)

Die Ausbildungsprüfung „Löscheinsatz“ dient zur Vertiefung und Erhaltung der Kenntnisse der Ausbildungsvorschrift für die Löschgruppe, die Tanklöschgruppe, den Tanklöschtrupp und den Löschzug sowie der Ergänzung zur Ausbildungsvorschrift (Die Staffel im Löscheinsatz), um ein geordnetes und damit zielführendes Zusammenarbeiten beim Löscheinsatz sicherzustellen.

Die Ausbildungsprüfung Löscheinsatz kann in den Stufen Bronze, Silber, Gold abgelegt werden. Im praktischen Teil der Ausbildungsprüfung Löscheinsatz ist ein Innenangriff mit Atemschutz in einer vorgegebenen Sollzeit durchzuführen. Es kann jedes aktive Feuerwehrmitglied aus einer Feuerwehr mit erfolgreich absolvierter Grundausbildung und 16-stündiger Erste Hilfe-Ausbildung daran teilnehmen.

Die Voraussetzungen der Feuerwehr sind, dass die Fahrzeuge den Baurichtlinien oder Bauempfehlungen des ÖBFV / NÖLFV entsprechen und in ordentlichen und sauberen Zustand mit vollständiger Beladung eingesetzt werden. Folgende Fahrzeuge sind zur Ausbildungsprüfung zugelassen: Kleinlöschfahrzeuge, Löschfahrzeuge, Löschfahrzeuge mit Bergeausrüstung, Leichte Löschfahrzeuge, Schwere Löschfahrzeuge, Berglandlöschfahrzeuge, Kleinlöschfahrzeuge-Wasser, Tanklöschfahrzeuge, Rüstlöschfahrzeuge und Universallöschfahrzeuge.

Stufe Bronze

Die Funktionen innerhalb der Löschgruppe werden vor der Ausbildungsprüfung festgelegt. Der Angriffstruppführer, Angriffstruppmann und Wassertruppführer bilden den Atemschutztrupp.

Stufe Silber

Die Funktionen Gruppenkommandant und Maschinist werden vor der Ausbildungsprüfung aus je zwei dafür nominierten Gruppenmitgliedern gelost. Die Mitglieder des Atemschutztrupps werden vor der Ausbildungsprüfung innerhalb der Gruppe festgelegt, die Funktionen Angriffstruppführer, Angriffstruppmann und Wassertruppführer werden aus den Eingeteilten des Atemschutztrupps bei der Ausbildungsprüfung gelost. Die Funktionen Melder, Wassertruppmann, Schlauchtruppführer und Schlauchtruppmann werden aus den verbleibenden Gruppenmitgliedern gelost.

Stufe Gold

Der Gruppenkommandant führt nach Überprüfung der Vollzähligkeit der Gruppe vor Ende der Ausbildungsprüfung die Einsatzbesprechung (auf Basis der Einsatzskizze und Einsatzsofortmeldung) mit der gesamten Löschgruppe und dem Prüfteam durch. Melder: Funkgespräche, Lageskizze; Maschinist: Fragen aus den Kapiteln „Der Kraftfahrer im Feuerwehrdienst“; Atemschutz: Schadstoffkunde, Knotenkunde; Restliche Funktionen: Fragen zur Ersten Hilfe.

Ausbildungsprüfung Atemschutz (APAS)

Die Ausbildungsprüfung Atemschutz dient zur Vertiefung und Erhaltung der Kenntnisse für den Atemschutzeinsatz und unterstützt die Ausbildung der Feuerwehrmitglieder. Deshalb ist sie eine wichtige Voraussetzung für einen reibungslosen Einsatzablauf. Das Ziel der Ausbildungsprüfung ist auch eine Qualitätskontrolle des Ausbildungsstandes nach Abschluss der erweiterten Grundausbildung und soll den einzelnen Feuerwehren die Überprüfung des Ausbildungserfolges ermöglichen.

Die Ausbildungsgruppe setzt sich aus einem Gruppenkommandanten und drei Mitgliedern des Atemschutztrupps zusammen. Im praktischen Teil der Ausbildungsprüfung Atemschutz wird besonderes Augenmerk auf die korrekte Gerätebedienung und Zusammenarbeit innerhalb des Trupps gelegt, um im Einsatzfall die Sicherheit der eingesetzten Atemschutzträger zu gewährleisten und das Einsatzziel zu erreichen.

Vier Stationen müssen durch die Trupps absolviert werden:

  • Richtiges und vollständiges Ausrüsten mit der persönlichen Schutzausrüstung und den Atemschutzgeräten
  • Personensuche in einem verrauchten Raum
  • Vornahme einer Löschleitung über eine Hindernisbahn (gegenseitige Unterstützung der Truppmitglieder)
  • Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft

Bisher konnte die Ausbildungsprüfung Atemschutz nur in der Stufe Bronze abgelegt werden, die erste Abnahme in der Stufe Silber erfolgt 2014, die erste in der Stufe Gold ist für 2016 vorgesehen.

 

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